Felix Baumgartner ist der österreichische Extremsportler, der am 14. Oktober 2012 aus rund 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre sprang und dabei als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach. Der gebürtige Salzburger stellte mit diesem Sprung mehrere Weltrekorde auf und wurde weltweit als „Fearless Felix“ bekannt. Am 17. Juli 2025 starb der 56-Jährige bei einem Gleitschirmunfall an der italienischen Adriaküste.
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Felix Baumgartner: Die wichtigsten Fakten im Überblick
Bevor die einzelnen Kapitel seines Lebens im Detail folgen, lohnt sich der schnelle Blick auf die Eckdaten einer Karriere, die den Extremsport über Jahrzehnte geprägt hat.
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Geboren | 20. April 1969 in Salzburg, Österreich |
| Gestorben | 17. Juli 2025 in Porto Sant’Elpidio, Italien |
| Disziplinen | BASE-Jumping, Fallschirmspringen, Kunstflug |
| Bekanntestes Projekt | Red Bull Stratos (2012) |
| Weltrekord Höchstgeschwindigkeit | 1.357,6 km/h im freien Fall |
| Weltrekord Absprunghöhe | 38.969,4 Meter (bis Oktober 2014 gültig) |
| Todesursache | Gleitschirm-Absturz, laut Gutachten menschliches Versagen |
Vom Motorradmechaniker zum Ausnahme-Athleten
Als Sohn eines Zimmermanns und einer Hausfrau wuchs der spätere Rekordspringer in bescheidenen Verhältnissen in Salzburg auf. Fernsehbilder von Astronauten prägten seine Kindheit derart, dass zwei Ziele feststanden: Fallschirmspringer werden – und irgendwann selbst einen Helikopter fliegen. Mit 16 Jahren absolvierte er seinen ersten Sprung, das Geld für die Hubschrauber-Ausbildung fehlte damals jedoch komplett.
Die Jahre beim österreichischen Bundesheer
Beim Bundesheer schliff der Salzburger sein Können in einer Demonstrationsstaffel weiter, lernte präzise Landungen auf winzigen Zielflächen und finanzierte sich zwischenzeitlich seinen Lebensunterhalt als Motorradmechaniker. Erst die wachsende Reputation als Springer öffnete ihm die Tür zu größeren Bühnen – und später auch zur Pilotenausbildung, von der er als Kind geträumt hatte.
Der Ruf als Rekordjäger: BASE-Jumping-Legende
In den 1990er-Jahren verlegte sich der Draufgänger zunehmend auf BASE-Jumps von Bauwerken, die kaum jemand vor ihm gewagt hatte. 1997 gewann er die Gesamtwertung der internationalen BASE-Jump-Meisterschaften beim „Bridge Day“ in West Virginia. Zwei Jahre später sprang er von den Petronas Towers in Kuala Lumpur und stellte damit einen Höhenrekord für Gebäudesprünge auf – im selben Jahr gelang ihm mit dem Sprung von der Christus-Statue in Rio de Janeiro paradoxerweise auch der niedrigste BASE-Jump der Geschichte.
Ein weiteres Kapitel schrieb er 2003, als er als erster Mensch den Ärmelkanal im freien Fall überquerte – mit einem eigens entwickelten Karbonflügel, ganz ohne Motorunterstützung. Zu den gewagtesten Aktionen seiner Laufbahn zählt außerdem der Sprung in den 190 Meter tiefen, flaschenförmigen Höhlenschacht der Mamet-Höhle im kroatischen Velebit-Gebirge.
Felix Baumgartner und der Sprung, der die Welt anhielt
Am 14. Oktober 2012 stieg der Österreicher mit einer Spezialkapsel unter einem Heliumballon fast 39 Kilometer über die Wüste von Roswell, New Mexico. Millionen Menschen verfolgten den Live-Stream, als er aus dem Rand des Alls sprang – ein Moment, der zu einem der ersten viralen Ereignisse der Streaming-Ära wurde.
Die Rekorde im Detail
Mit dem Sprung stellte der Extremsportler drei offizielle Weltrekorde auf:
Höchster Absprung mit Fallschirm: 38.969,4 Meter – zuvor hielt Joseph Kittinger diesen Rekord seit 1960 mit 31.333 Metern.
Tiefster freier Fall ohne Stabilisierungsschirm: 36.402,6 Meter.
Höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit: 1.357,6 km/h, entspricht Mach 1,25 – als erster Mensch überhaupt ohne Fahrzeugantrieb schneller als der Schall.
Der Höhenrekord selbst hielt nur bis zum 24. Oktober 2014: Google-Manager Alan Eustace sprang mit Drogue-Schirm aus 41.419 Metern und übertraf die Marke knapp. Die Rekorde für Fallstrecke und Geschwindigkeit trugen weiterhin seinen Namen.
Zwischen Rennstrecke und Cockpit
Nach Stratos verlagerte der Salzburger seinen Ehrgeiz zunehmend auf andere Bühnen: Er startete als Rennfahrer, flog Kunstflug-Vorführungen und arbeitete kommerziell als Helikopterpilot – jene zweite Kindheitsvision, die ihm die Skydiving-Karriere letztlich erst finanzierte. 2013 nahm ihn das International Air & Space Hall of Fame in San Diego in seine Reihen auf, ein Jahr später verlieh ihm die Fédération Aéronautique Internationale die Goldmedaille für Fallschirmspringen.
Der tödliche Unfall an der Adriaküste
Am 17. Juli 2025 geriet der 56-Jährige beim Flug mit einem motorisierten Gleitschirm über dem Badeort Porto Sant’Elpidio in der italienischen Region Marken in eine Sturzspirale. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, bevor das Fluggerät nahe einem Hotelpool aufschlug; eine Angestellte der Anlage wurde dabei verletzt, überlebte jedoch.
Was die Ermittlungen ergaben
Die anschließende Untersuchung durch italienische Behörden schloss technische Mängel am Gerät aus. Staatsanwalt Raffaele Iannella erklärte im Oktober 2025, der Absturz sei auf menschliches Versagen zurückzuführen: Der Extremsportler habe die Kontrolle über den Schirm verloren und das notwendige Manöver zum Ausleiten der Spirale nicht mehr ausführen können. Der Rettungsschirm löste erst unmittelbar vor dem Aufprall aus.
Ein Vermächtnis, das über den Stratosphären-Sprung hinausreicht
Die Bilder aus Roswell bleiben untrennbar mit seinem Namen verbunden, doch seine Laufbahn umfasste weit mehr als diesen einen Augenblick. Vom Ärmelkanal-Flug über die Höhle im Velebit bis zum Kunstflug-Cockpit zeigte sich immer wieder derselbe Antrieb: die eigenen Grenzen dort zu suchen, wo andere längst aufgegeben hatten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie alt war Felix Baumgartner, als er starb?
Felix Baumgartner wurde 56 Jahre alt. Er kam am 17. Juli 2025 bei einem Gleitschirmunfall in Porto Sant’Elpidio, Italien, zu Tode.
Welchen Weltrekord hält Felix Baumgartner noch heute?
Er hält weiterhin die Rekorde für den tiefsten freien Fall ohne Stabilisierungsschirm (36.402,6 Meter) und die höchste dabei erreichte Geschwindigkeit (1.357,6 km/h). Sein Höhenrekord für den Absprung wurde 2014 von Alan Eustace übertroffen.
Warum ist Felix Baumgartner berühmt geworden?
Bekannt wurde er durch den Red Bull Stratos-Sprung am 14. Oktober 2012, bei dem er aus fast 39 Kilometern Höhe absprang und als erster Mensch ohne Fahrzeugantrieb die Schallmauer durchbrach.
Was war die Ursache für den Tod von Felix Baumgartner?
Ein behördliches Gutachten stellte im Oktober 2025 fest, dass der Absturz durch menschliches Versagen verursacht wurde. Der Gleitschirm selbst war technisch einwandfrei; Baumgartner geriet in eine Sturzspirale, aus der er sich nicht mehr befreien konnte.
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