Simone Lugner: Vom Weinviertel in die Wiener Schlagzeilen

    Simone Lugner stammt aus dem Weinviertel – und bewarb sich einst auf eine Zeitungsannonce, die ihr Leben für immer verändern sollte. Heute ist sie eine der meistdiskutierten Persönlichkeiten der österreichischen Society: Witwe des legendären Baumeisters Richard „Mörtel“ Lugner, Finalistin bei „Dancing Stars“ und Hauptfigur eines handfesten Erbstreits, der sich über die noblen Villen Döblings bis in die Gerichtssäle Wiens zieht.

    Von Hornbach zu „Bienchen“ – eine unwahrscheinliche Begegnung

    Im Sommer 2021 machte Richard Lugner öffentlich, was sich leise angebahnt hatte: Der damals 89-jährige Baulöwe hatte sich erneut verlobt – mit Simone Reiländer, der damaligen Hornbach-Mitarbeiterin, die er liebevoll „Bienchen“ nannte. Was für viele Außenstehende wie ein PR-Coup wirkte, war für Simone eine sehr persönliche Entscheidung. „Es war keine Liebe auf den ersten Blick, sie ist langsam entstanden. Nach jedem Treffen habe ich ein warmes Gefühl gespürt und hatte ein Lächeln im Gesicht. Richard tat mir einfach gut“, erzählte sie der deutschen Bild.

    Die Beziehung verlief alles andere als geradlinig: Verlobung, Trennung, Wiederannäherung. Anfang 2024 bestätigte sich, was Wochen lang als Gerücht kursierte – Simone begleitete Lugner als seine Partnerin zum Wiener Opernball, neben Hollywood-Star Priscilla Presley. Am 1. April machten die beiden ihre Beziehung dann offiziell wieder publik, und im Kurier erklärte sie, bereits im Februar wieder bei Mörtel eingezogen zu sein.

    Hochzeit, Witwenschaft – und ein Leben auf dem Prüfstand

    Anfang Juni 2024 heirateten die beiden in einer Zeremonie mit rauschendem Fest. Die geplanten Flitterwochen auf Kreta sollten jedoch nie stattfinden. Am Morgen des 12. August 2024 verstarb Richard Lugner im Alter von 91 Jahren in seiner Villa. Österreich trauerte um den bekanntesten Baumeister des Landes – und für Simone brach eine besonders schwere Zeit an.

    Nach nur zwei Monaten Ehe wurde sie Witwe – und bald auch zur zentralen Figur eines Erbstreits. Zunächst verlor sie ihren Arbeitsplatz in der Lugner City, wenig später drohte ihr sogar der Verlust ihres neuen Zuhauses. Simone Lugner hatte ihren früheren Job bei Hornbach für eine neue Stelle in der Lugner City aufgegeben – doch wenige Tage nach der Beerdigung am 31. August flatterte ihr die Kündigung ins Haus. Bis Mitte November blieb sie noch angestellt, dann war endgültig Schluss.

    Der Erbstreit: Vier Kinder gegen eine Witwe

    Der Konflikt um das Erbe ist komplex – und emotional aufgeladen. Kurz vor seinem Tod änderte der Baulöwe sein Testament, um Simone zu begünstigen. Doch diese Entscheidung stieß auf Widerstand bei seinen vier Kindern Jacqueline, Nadin, Alexander und Andreas.

    Die Lugner & Söhne Privatstiftung forderte Simone schriftlich zum Auszug aus der Döblinger Villa auf. Laut dem Schreiben muss das Anwesen bis zum 30. Juni geräumt werden, andernfalls drohe eine gerichtliche Räumungsklage. Als Begründung nennt die Stiftung, dass Simone sich ab Juni 2024 nicht mehr ausreichend um ihren schwerkranken Mann gekümmert habe – ein Vorwurf, der als rechtlicher Hebel gegen das ihr testamentarisch zugesicherte lebenslange Wohnrecht eingesetzt werden soll.

    Simone ließ sich davon nicht einschüchtern. „Ich habe alles für ihn stehen und liegen lassen und meinen Job aufgegeben. Ich werde nicht gehen. Ich werde die Villa nicht freiwillig verlassen“, erklärte sie kämpferisch. Die Kommunikation mit den Kindern läuft längst nur noch über Anwälte.

    Simone Lugner bei „Dancing Stars“ 2025: Bis ins Finale getanzt

    Während der juristische Kampf tobt, wählte die 43-Jährige eine ungewöhnliche Form der Öffentlichkeit: den Tanzboden. Von Februar bis Mai 2025 war Simone Lugner Teil des ORF-Erfolgsformats „Dancing Stars“ – und tanzte sich mit Disziplin und starker Publikumsunterstützung bis ins große Finale.

    „Die Nachricht war niederschmetternd, aber ich richte meinen Fokus im Moment ganz auf ‚Dancing Stars‘ und auf das Tanzen“, erklärte sie mitten in der Räumungsdiskussion gegenüber heute.at. Diese Fähigkeit, öffentlichen Druck wegzustecken und sich neu zu erfinden, wurde schnell zu einem prägenden Merkmal ihrer Persönlichkeit.

    Mehr als Ballkleider: Tierschutz, Radio und eine ATV-Doku

    Das öffentliche Bild von Simone Lugner beschränkt sich längst nicht mehr auf Society-Events und Schlagzeilen. Ein TV-Team begleitete sie exklusiv für eine dreiteilige ATV-Doku-Reihe durch ihren Alltag – mit authentischen Einblicken in ihr Privatleben, Fitnessthemen und Tierschutzprojekte. Parallel dazu war sie von 2024 bis 2025 bei Austrian Power Radio (Alpha Radio GmbH) tätig und moderiert seit 2026 beim Radio Fantasy Wien ein Business-Talk-Format, das über DAB+ und Webradio zu empfangen ist.

    Auch der Puls4-Kosmos gehört zu ihrem medialen Fußabdruck: Ein mehrteiliges Format begleitete sie rund um ihren Opernball-Besuch – von der Kleiderwahl und -probe über Haare und Make-up bis zum glanzvollen Abend in der Staatsoper.

    Zwischen Trauer, Stärke und einem zweiten Aufbruch

    Wer Simone Lugner auf die Rolle der Witwe reduziert, verkennt die Dynamik dieser Frau. In der heimischen Society hat sie sich längst einen festen Namen gemacht – ob auf angesagten Bällen oder bei gesellschaftlichen Treffen. Dass dabei immer wieder Fragen nach einer möglichen Reality-TV-Karriere auftauchen, überrascht kaum: Simone Lugner ist medial präsent, polarisiert und weiß, wie man Aufmerksamkeit hält – ohne sich dabei zu verbiegen.

    Auf Instagram beschrieb sie das Jahr 2024 als eines der besten und schlimmsten zugleich. Ihr Wunsch fürs neue Jahr: „2025 möge für uns alle nur das Beste bereit halten!“ Dieser Satz liest sich heute wie ein programmatisches Statement: Nicht Rückzug, sondern Aufbruch.

    Die Lugner-Villa, der Erbstreit, das Tanzen – all das ist Teil einer Geschichte, die noch nicht zu Ende erzählt ist. Beim ersten Wiener Opernball ohne „Mörtel“ wurde Simone Lugner von Puls 24 begleitet – ein symbolisches Bild für eine Frau, die den Scheinwerfer nicht mehr meidet, sondern bewusst sucht.

    Häufig gestellte Fragen (FAQs)

    Wer ist Simone Lugner?
    Simone Lugner, geborene Reiländer, ist die Witwe des österreichischen Baumeisters Richard „Mörtel“ Lugner (†91). Die 43-jährige Niederösterreicherin lernte Lugner über eine Zeitungsannonce kennen, heiratete ihn im Juni 2024 und wurde nur zwei Monate später nach seinem Tod zur Witwe. Seither ist sie durch Medienpräsenz, ihre Teilnahme bei „Dancing Stars“ 2025 und einen laufenden Erbstreit einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

    Wie ist Simone Lugner mit Richard Lugner in Kontakt gekommen?
    Sie bewarb sich auf eine Zeitungsannonce, die Lugner aufgegeben hatte, als er nach einer Begleitung suchte. Aus dem ersten Kennenlernen entwickelte sich eine ernsthafte Beziehung, die nach einer Verlobung 2021, einer zwischenzeitlichen Trennung und einer erneuten Annäherung 2024 schließlich in der Hochzeit mündete.

    Was ist mit der Lugner-Villa und dem Wohnrecht von Simone Lugner?
    Laut Testament hatte Richard Lugner seiner Witwe ein lebenslanges Wohnrecht in seiner Döblinger Villa eingeräumt. Die Lugner & Söhne Privatstiftung forderte Simone dennoch zum Auszug bis Ende Juni 2025 auf und drohte mit einer Räumungsklage. Als Begründung wurde angeführt, sie habe sich in den letzten Lebensmonaten nicht ausreichend um ihren Mann gekümmert. Simone bestritt dies und erklärte, die Villa nicht freiwillig verlassen zu wollen.

    Was macht Simone Lugner heute beruflich?
    Nach ihrer Kündigung bei der Lugner City Ende 2024 etablierte sie sich als Medien- und TV-Persönlichkeit. Sie tanzte 2025 beim ORF-Format „Dancing Stars“ bis ins Finale, war Protagonistin einer ATV-Doku-Serie und moderiert seit 2026 ein Business-Talk-Radioformat bei Radio Fantasy Wien. Tierschutz und gesellschaftliches Engagement sind weitere feste Bestandteile ihrer öffentlichen Arbeit.

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